Stil und Material

Grundsätzlicher Stil

Landläufig werden Küchen in Stilgruppen wie

  • Klassisch,
  • Lifestyle,
  • Landhaus- oder Countrystil,
  • Moderner Stil,
  • Exklusivstil oder
  • Designerküchen eingeteilt.

Solche Bezeichnungen sind oft herstellerabhängig und unterliegen im tatsächlichen Design stark dem aktuellen Zeitgeschmack.

Die Landhausversion kommt üblicherweise nicht ohne Kranzleisten und profilierte Fronten aus. Aber hinsichtlich einer Designerküche scheiden sich bereits die Geister erheblich. Hier muss letztlich jeder die Küche wählen, die der Optik und der Funktionalität nach seinem Lebensstil und seiner Ernährungsweise entspricht.

Material von Korpus und Türen

Die Möglichkeiten reichen vom aus Porenbetonsteinen gemauerten Korpus bis hin zur Vollholzversion aus sündhaft teuren überseeischen Edelhölzern. Lange Jahre galt die massive Eichenholzküche als Traum der deutschen Hausfrau. Die verschiedenen Hersteller bieten Varianten aus MDF-Platten, Kunststoff und auch Edelstahl komplett ist zu haben. Letztlich machen auch die Grundmaterialien von Korpus und Blenden, die Materialstärke, sowie die Lackierung die Preisunterschiede von zum Teil mehreren zehntausend Euro aus.

Als Oberflächen sind einfache Kunststoffbeschichtungen genau so möglich, wie mehrschichtig aufgetragene hochwertige Acryllacke.

Unterschiede werden am ehesten sichtbar, betrachtet man die Kantenverarbeitung. Ein guter Lack geht stoß- und fugenlos um die Kante, während bei Kunststoffbeschichtungen meist die Klebestöße sichtbar bleiben.

Qualitätsunterschiede zeigen sich ebenfalls im Innendekor, oder an solchen Details, wie durch spezielle Gummidichtungen weitgehend staubdicht schließende Türen und Einschübe. Verblendungen zwischen einzelnen Küchenelementen, Sockelleisten oder Zargenverkleidungen können aus Edelstahl oder verchromt sein, aber auch aus PVC.

Vielfach sind es die Griffe, die einer Küche den letzten Schliff geben. Auch hier ist schnell ein Tausender mehr oder weniger auf der Rechnung. Am teuersten sind meist die Griffe, die bereits während der Produktion in die hochwertig lackierten Verblendungen als edelstählerne Anschlusskanten eingearbeitet werden.

Material der Arbeitsplatten

Arbeitsplatten unterliegen dem stärksten verschleiß in einer Küche. Wer auf Unterlegbretter verzichten will, braucht eine solide Unterlage zum Scneiden und für anderweitige Arbeiten. Möglich sind Massivholzvarianten, Leimhölzer, Kunststoffe wie Resopal und andere, Edelstahl oder auch Marmor beziehungsweise Stein. Auch bei der Arbeitsplatte wird vielfach an der Kantenverarbeitung die Qualität sichtbar, und an den Wandanschlüssen. Sie sollten nicht nur dicht sein, um Hygiene- und Feuchtigkeitsprobleme zu vermeiden, sondern auch über die Jahre der Küchennutzung haltbar. Manche Materialien wie Edelstahl sind allerdings ohne Schneidbrett eher ungünstig, das sie den Messern schaden. Hier sollte man sich beraten lassen, was für die eigenen Gewohnheiten die günstigste Variante ist.

Fußböden und Fliesenspiegel

Üblich ist es, Küchenböden mit einem unempfindlichem, leicht zu reinigenden Belag zu versehen. Platz eins nimmt hier noch immer die Fliese ein, wenngleich auch mittlerweile manchmal in Holzoptik. Ein Fliesenspiegel, passend zum Küchendesign, wird üblicherweise auch in den Zwischenraum von Ober- und Unterschränken gelegt. Weitere Informationen in unserem Portal Fliesenleger.de. In jüngerer Zeit wird gern mit Holz- oder Glaspaneelen gearbeitet.


(c) by Päffgen GmbH bzw. deren Autoren 2009, www.Küchenbau.de

Gewerbliche und private Verwendung dieses Artikels ist ausdrücklich, aber nur dann gestattet, wenn dem Artikel gut sichtbar der vorstehende Copyright-Hinweis mit verfolgbarem Link hinzugefügt wird und wir per Mail an copy@fachportale.de über die Verwendung informiert werden!